Schreibregel 2: „Aktive“ Sprache

 

Schreibregel 2

Sie sind schon über schwer lesbare Texte „gestolpert“, die Sie nach drei, vier Zeilen nicht mehr weitergelesen haben?

Mit einer „aktiven“ Sprache machen Sie es Ihren Lesern viel leichter, Ihren Gedankengängen zu folgen. Doch was heißt das genau? Schlicht gesagt (und hier ohne die trocken-sachliche Grammatik-Erklärung): Sie wechseln die Perspektive und schreiben aus der Sicht des Handelnden.

Sie mögen ein Beispiel?

„Der Kaffee wird vom Ober serviert.“ Dieser Satz ist in passiver Sprache formuliert und wirkt dadurch unpersönlich und sachlich. Ganz anders klingt der beschriebene Fakt in „aktiver“ Sprache: „Der Ober serviert den Kaffee.“

Zur Verdeutlichung hier noch ein paar weitere Beispiele:

Passiv: „Die To-Do-Liste wurde von Anne geschrieben.“

Aktiv: „Anne schrieb die To-Do-Liste.“

 

Passiv: „Anne bekam die neue Aufgabe von ihrem Chef übertragen.“

Aktiv: „Der Chef übertrug Anne die neue Aufgabe.“

 

Passiv: „Der Schrank wurde geöffnet.“

Aktiv:“ Der Schrank ist offen.“

 

Sie sehen: Der einfache Umbau der Sätze verleiht ihnen eine ganz neue Wirkung. Diese verstärkt sich bei längeren Sätzen oder komplizierten Sachverhalten. Je mehr Sie Ihre Sätze in „aktiver“ Sprache verfassen, desto leichter verständlich sind sie im Allgemeinen. Probieren Sie diese Anregung einfach bei Ihren nächsten Schreib-Projekten aus und sehen Sie selbst, wie Ihre Texte durch die veränderte Formulierung an Lebendigkeit und Dynamik gewinnen.

Und nun bin ich gespannt: Achten Sie bereits auf diese Schreib-Variante oder konnte ich Sie auf neue Ideen bringen? Bemerken Sie Veränderungen, wenn Sie diese Regel berücksichtigen? Ich freue mich auf Ihr Feedback.

P.S.: Da ich Sie mit diesem Beitrag einfach für diese Art des Ausdrucks sensibilisieren möchte, habe ich bewußt auf eine ausführliche grammatikalische Erklärung verzichtet. Wenn Sie sich bei Ihren nächsten Texten ab und an fragen, ob Sie den Sachverhalt auch in „aktiver“ Sprache kommunizieren können, habe ich mein Ziel erreicht. 😉

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2 Kommentare

  1. Liebe Petra
    herzlichen Dank für Deine Inspiration. Bei Deinem Text musste ich an meinen alten Deutschlehrer denken – der sagte immer: „Passiv ist die Leideform. Wollt ihr, dass ich leide, wenn ich eure Texte lese? Genauso wie das Wort „tut“ , das „tut weh“. “ Das hat sich bei mir eingebrannt.
    Ganz liebe Grüße Veronika

    Antworten
    1. Petra von Schenck Autor

      Liebe Veronika
      merci vielmal für Deinen Kommentar und die weiteren Inspirationen darin! Stetig auf die eigene Sprache zu achten braucht Übung – wenn man schon als Schulkind gut startet, ist das umso besser. An die Ermahnung „tun“ und „machen“ nicht zu verwenden, kann ich mich auch noch gut erinnern. 😉
      Ich wünsche Dir viel Spaß beim Schreiben!
      Herzlichst,
      Petra

      Antworten

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