Wie eine Papierblume in der Wüste Ihnen Zuversicht schenkt

Manch eine Reise zu großen Zielen und „utopischen“ Wünschen ist sehr lang. Eine geistige Papierblume kann Ihnen auf solchen Wegen Zuversicht spenden, so dass Sie letztlich Ihr Ziel erreichen können. Wie das funktionieren soll, fragen Sie?
(Foto: Pixabay / Unsplash)

Die erste Euphorie beim Wünschen

Stellen Sie sich vor, Sie haben sich ein richtig tolles Ziel vorgenommen: Ein echter, frisch geborener Wunschtraum! Ihr neues Ziel klingt einfach verlockend und Sie sind geradezu euphorisch, wenn Sie daran denken! 🙂

Wahrscheinlich hegen Sie auch den ein oder anderen „unrealistischen“ Wunschtraum oder hatten schon super-ambitionierte Ziele und kennen diese Gefühle.

Wo bekomme ich die nötige Zuversicht her?

Nun ja, wie das so mit solchen Ideen ist: Kaum gedacht, landet man beim nächsten Gedanken jedoch ganz unsanft wieder auf dem harten Steinboden der Realität. Und die Zuversicht und der Pegel auf der Euphorie-Skala rutscht direkt wieder ein Stück nach unten. Was macht man also in so einer Situation? – Überlegen, wie es doch möglich sein könnte! Sonnenklar, nicht?! 😉

Wer ein richtiges Wunschziel hat, lässt sich nicht sofort entmutigen! Kommt gar nicht in Frage!

Auch ich hegte übrigens vor vielen Jahren einen solchen Wunsch: Ich wollte mich mit meiner damaligen Lieblingsband auf ganz bodenständige Weise in deren Sprache unterhalten – falls ich jemals im Leben die Gelegenheit dazu erhalten sollte. Utopisch wie ein Flug zum Saturn!

Während ich also über meine Lösungsmöglichkeiten nachdachte, hatte ich plötzlich die Szenerie einer Auto-Reise durch die Wüste im Kopf.
(Die folgenden Beschreibungen entsprechen meinen damaligen Gedanken, die mir zwischenzeitlich schon oft Zuversicht gespendet haben – vielleicht ja auch Ihnen.)
Folgen Sie mir daher nun gedanklich viele tausend Kilometer in eine sandige Ebene:

Alles eingepackt für die große Reise?

Sie haben sich also trotz aller Gefahren entschieden und wollen eine große Reise durch die Wüste antreten. Natürlich gibt es sicher Menschen, die diese Reise schon gemacht haben und sicher viele, die sich in der Wüste gut auskennen. Nur: Leider kennen Sie keinen solchen Menschen. Irgendwelche Möglichkeiten zur Recherche haben sie auch nicht zur Hand.
(Am Rande bemerkt: In meinem Fall gab es damals noch kein Internet wie heute.)

Was Sie jedoch haben, ist Ihr gesunder Menschenverstand und ein wacher Geist! Also überlegen Sie selbst und beladen Ihr Auto mit allem, das Sie sicher brauchen werden: Viele Kanister mit frischem Wasser und Lebensmittel. Werkzeuge fürs Auto und Ersatzreifen. Kompass, Karte und ggf. ein Satellitentelefon. Verbandszeug, Decken, Schaufel und was Sie sonst als unverzichtbar erkennen.
(Vielleicht würde ich heute ein Kamel wählen, aber in meinem damaligen Geistesblitz kam eben das Auto vor!)

Also los gehts auf große Fahrt zum Ziel!

Sie drehen eine Runde um Ihr Auto, stellen fest, dass alles da ist und machen sich nun frohgemut und mutig auf den Weg.

Die Sonne brennt, es ist brütend heiß und alles, was Sie sehen ist:

… Sand!…..

Noch mehr Sand!….

Eine Sanddüne nach der anderen.

Nirgendwo ein Mensch.

Die Landschaft verändert sich hie und da, aber letztlich sehen Sie nur eines: eine kleine Fahrspur… (Von der Sie hoffen, dass sie ja nicht durch einen Sandsturm verändert worden ist!) … und natürlich – wie sollte es anders sein – noch mehr Sand!

Tagelang.

Wochenlang.

Sie wissen schon gar nicht mehr, wann Sie das letzte Mal etwas anderes gesehen haben.

Langsam wird es emotional anstrengend und auch ein wenig langweilig.

Die Papierblume der Zuversicht

Weil es einfach zu heiß ist, legen Sie wieder einmal eine kleine Fahrpause ein. Dabei suchen Sie etwas und kramen in dem Handschuhfach des Beifahrerplatzes. Nanu? Was ist das? Ein Stück schönes, einfarbiges Papier? Ob man damit etwas anstellen kann?

Aus Langeweile fangen Sie an, aus dem bunten Papier eine Blume zu reißen – so wie Sie es im Kindergarten oder in der Schule gemacht hatten. Hier außen ein Stück weg, dort ein Fitzelchen abgerissen. Und da noch eines. Voilà! Sieht doch ganz nett aus!

Plötzlich haben Sie die Idee, diese fröhlich-farbige Papierblume mit einem Stück Klebestreifen an Ihre Windschutzscheibe zu kleben. Quasi als nette, kleine Gesellschaft.

Sie beschließen, die Pause zu beenden und wieder weiter zu fahren. Ihre schöne Papierblume klebt derweil in der linken unteren Ecke auf Ihrer Fahrerseite. Immer schön in Ihrer Sichtweise.

Da Sie schon ewig keine Blumen mehr gesehen haben, merken Sie, wie Ihre Zuversicht langsam wieder zunimmt. Denn Ihnen (und mir damals!) wird klar:

Natürlich gibt echte Blumen! Natürlich gibt es das lebendige Ziel, das ich habe. Ich sehe es nur gerade in meiner jetzigen Situation nicht!

Was bedeutet das für Sie?

Wenn Sie nun mit Ihrer Papierblume weiter unterwegs sind, freuen Sie sich natürlich daran, dass Ihnen Ihre Papierblume gute Dienste leistet. Sie unterstützt Sie dabei, weiter optimistisch Ihrem Ziel entgegen zu fahren. Sie erkennen dadurch: Ein Erinnerungsstück, ein Symbol, eine theoretische Orientierung kann super-hilfreich sein!

Während Sie weiterfahren, wird Ihnen nach einer Weile klar, dass damit aber auch eine besondere Gefahr verbunden ist: Gerade weil Sie schon so lange keinerlei reale Blumen sehen, dürfen Sie sich nicht verlocken lassen, die Papierblume irgendwann als die einzige reale Blumenart anzusehen! Wenn der Weg zur Erfüllung Ihres Wunsches sehr viel Zeit und viel Arbeit braucht, ist Achtsamkeit besonders wichtig:

Alles ist gut, wenn Sie stets wissen, was Ihr wahres Ziel ist. Halten Sie daher Ihre theoretischen Pläne und Hilfsmittel auf dem Weg lieber stets geistig getrennt von Ihren echten Zielen und Wünschen!

Sind Sie auf diese Weise unterwegs, unterstützen Sie sich selbst dabei, sehr lange optimistisch reisen zu können. Somit helfen Sie sich selbst dabei, Ihr echtes Ziel im Blick zu behalten. Sie folgen Ihrer ureigenen Richtung – auch wenn Sie die ein oder andere Zeit dabei alleine unterwegs sein mögen.

Fragen Sie sich nun, wie es mit meinem Wunschtraum weiter ging?

Meine Papierblume nahm die Form eines tollen Norwegisch-Abendkurses an, den ich rund viereinhalb Jahre besucht habe.
Jahre später hatte ich u.a. wirklich die Möglichkeit, ein ganz bodenständiges und interessantes Gespräch mit einem Mitglied meiner damaligen Lieblingsband zu führen.
Ich spreche nach wie vor sehr gerne Norwegisch, wenn ich die Gelegenheit dazu bekomme.
Letztlich hat die Sprache sogar dazu geführt, dass ich mit Journalismus und PR begann.
Aber das ist eine andere Geschichte… 😉

Eine sichere und zuversichtliche Reise zu Ihren Wunschträumen und ermutigende Papierblumen für die Zeiten, in denen Sie besonderen Zuspruch brauchen

wünscht Ihnen

Ihre

Petra von Schenck

Sie möchten Ihre eigene Inspiration teilen und anderen mit Ihren Erlebnissen und lebenserprobten Ideen Zuversicht spenden? Dann machen Sie gerne mit bei meiner Blogparade „Wenn das Leben gerade anders ist, als ich mir wünsche“.

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.