Das „Wort der Woche“: Erkenntnis
(Grafik: Beatrice Hinder)
(Grafik: Beatrice Hinder)

Erkenntnisse…

… können uns in den unterschiedlichsten Varianten erreichen: Vom erhellenden Geistesblitz über eine Schritt-für-Schritt-Entwicklung bis hin zu umwälzenden Erlebnissen, die die eigene (Business-)Welt auf den Kopf stellen. Wie gehen wir damit um?

Oft sind wir so beschäftigt, dass wir gar nicht richtig wahrnehmen, dass sich in uns oder in unserer Umgebung etwas verändert hat. Wir haben die To-Do-Liste im Blick, unsere Ziele als Collage an der Wand und die täglichen Aufgaben halten uns auf Trab. Bei so viel Aktivität bleibt oft keine Zeit, sich groß Gedanken zu machen über das „große Ganze“ – unser Business und unser Leben insgesamt.

Eine Erkenntnis wirkt da wie ein plötzliches „Stopp-Schild“. Egal mit was wir uns gerade noch beschäftigt hatten: Die Erkenntnis lässt uns inne halten. Einen Moment steht die Zeit still und der neue Gedanke erhält unsere Aufmerksamkeit.

So erging es auch mir vor Kurzem. Ich wollte mir eine Aufgabe notieren und dachte plötzlich: „Moment! Ich habe es jetzt vier Mal mit To-Do-Apps probiert und jedes Mal vergesse ich, damit auch wirklich regelmäßig zu arbeiten. Es klappt einfach nicht, wenn ich mir einmal alle fünf Versuche anschaue.
…hmmm…
Wieso eigentlich nicht??? An sich bin ich ja ein großer Fan von To-Do-Listen. Das passt irgendwie nicht zusammen.
…..
Ah! Klar!
Weil ich mir meine To Dos lieber per Hand aufschreibe! Offensichtlich ist das mit der Online-Liste für mich einfach nicht der richtige Weg.
…..
In Ordnung: Dann organisiere ich mich künftig lieber so, dass es für mich leicht, schnell und „wie nebenbei“ geht. Also doch wieder her mit dem „To-Do-Buch“!“

Welche Schlüsse ziehen Sie daraus?

Eine Erkenntnis alleine bewegt noch nichts – erst die Schlüsse, die Sie daraus ziehen und was Sie letztlich davon umsetzen bringt Bewegung in die Situation und womöglich die nötige Veränderung.

Wie nutzen Sie Ihre Erkenntnis?
Sind Sie mutig genug, Entscheidungen zu treffen?

Im Allgemeinen schreibt Ihnen niemand vor, dass Sie das auch leben, was Ihnen gerade klar geworden ist. Dennoch sollten Sie es sich zwei Mal überlegen, ob Sie die Erkenntnis nutzen und Ihre Welt voranbringen oder sie ignorieren und lieber noch ein Weilchen so weiter machen.

Man sagt, ein neuer Gedanke sei maximal eine Minute präsent, bevor er für immer verschwinden würde, wenn man ihm nicht nachgeht. Ein besonderer Gedanke – wie es eben eine Erkenntnis ist – sollte man daher wertschätzen. Es wäre doch schade, wenn Ihr Heureka-Erlebnis oder der neue Blick auf eine Situation, Person oder einen Sachverhalt nur ein kurzes Aufblitzen wäre und ungenutzt verschwinden würde. 😉

In meinem kleinen Beispiel: Einfach stur weitermachen und eine App zu nutzen, die ich „instinktiv“ immer wieder ignoriere ist einfach herzlich wenig effektiv. Die innere 2-Sekunden-Reflektion ergab für mich sehr schnell, dass die Aktivität des Schreibens bei Aufgabenlisten für mich besonders gut funktionieren. Vielleicht kennen Sie das ja auch: Sie schreiben einen Einkaufszettel und dann brauchen Sie ihn eigentlich gar nicht, weil Sie sich sämtliche Punkte darauf ganz leicht merken konnten und zielstrebig alles im Super- oder Baumarkt angesteuert haben. Dazu kommt, dass „ein Häklein setzen“ mir einfach richtig Spaß macht – es unterstützt meine Motivation und Freude bei meiner Arbeit. Also war für mich nach den vier Versuchen klar: Schreiben ist meine Version von gutem Verankern der To Dos in meinem Geist und zusätzlich eine wirkungsvolle Variante, mich selbst effektiv zu unterstützen.

Eine wirkliche Erkenntnis lehrt Sie etwas über sich selbst.

Auch wenn die Erkenntnis anders gelagert ist und auf den ersten Blick nichts mit Ihnen persönlich zu tun hat, können Sie für sich einen Entwicklungsgewinn daraus ziehen.

Sie stellen beispielsweise fest, dass es in Ihrer Branche große Veränderungen gibt und nehmen das zum Anlass, sich darüber Gedanken zu machen, ob Sie sich in diese Branchen-Bewegung mit einklinken wollen oder lieber „Ihr eigenes Ding“ weiterführen. Ergänzend können Sie sich fragen, ob Sie mit Ihrem Business-Weg noch konform gehen und ob dieser immer noch gut zu Ihnen selbst passt. Vielleicht haben Sie sich ja auch zwischenzeitlich als Person verändert und nehmen die Branchen-Veränderung zum Anlass, neue Facetten in Ihr Business aufzunehmen – etwa indem Sie ein neues Produkt kreieren oder Ihr Business inhaltlich neujustieren. Vielleicht stellen Sie aber auch fest, dass es einfach Zeit ist für eine grundlegende Veränderung.

Gönnen Sie sich das Innehalten: Holen Sie einfach Luft, schauen Sie hoch und betrachten mit etwas Abstand, mit was Sie sich gerade beschäftigen. Geben Sie einer etwaigen Erkenntnis Raum, damit sie sich zeigen kann.

Anderes Beispiel: Sie schauen sich Ihre Verkaufszahlen an und bemerken dabei verblüfft, dass neuerdings viele Ihrer Kunden eines Ihrer Produkte kaufen, auf das Sie vorher gar nicht so geachtet haben. Nun können Sie überlegen, ob Sie beispielsweise eine Ergänzung zu diesem Produkt kreieren wollen. (Schauen Sie sich regelmäßig Ihre Zahlen an – es lohnt sich! 😉 ) Im nächsten Schritt können Sie sich fragen, welche Ihrer Fähigkeiten und Talente mit diesem Produkt verbunden sind. Haben Sie vielleicht „versteckte Qualitäten“, die Ihnen vorher nicht wirklich bewußt waren?

Wie Sie sehen, gibt es viele Wege, Erkenntnisse zu gewinnen und die darin verborgende Chance zu nutzen – wenn Sie diesen kostbaren Moment präsent erleben und nicht ungenutzt verstreichen lassen.

Nun sind Sie an der Reihe!

Wie gehen Sie damit um, wenn Sie eine Erkenntnis haben?
Was setzen Sie davon um?
Und wann legen Sie los?
Schreiben Sie Ihre Erkenntnis gerne unter diesen Blogbeitrag in das Kommentarfeld.
Und wenn Sie sich nun eine Entscheidungshilfe wünschen, dann lesen Sie gerne hier weiter.

Ich bin gespannt auf Ihre Erkenntnisse und wünsche Ihnen in jedem Fall viele inspirierende Momente und den Mut und Schwung, etwaige nötige Veränderungen anzugehen.

Ihre

Petra von Schenck

Das „Wort der Woche“ ist meine Idee und eine Aktion in meiner Facebook-Gruppe „PR-Werkstatt“.
Dieses „Wort der Woche“ stammt von Verena Ullmann.
Die Grafik wurde erstellt von Beatrice Hinder.

Sie mögen weitere Gedanken zum „Wort der Woche“ Erkenntnis lesen?
Beitrag von Stefanie Mertens
Beitrag von Verena Ullmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.